Gillian Holden: Vom Marquess erobert

(c) Coverdesign by Melody Simmons from bookcoverscre8tive.com
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Im Dezember 2018 erscheint die historische Liebesromanze "Vom Marquess erobert". Die Handlung spielt dank wiederkehrender Figuren nach den Geschehnissen des Vorgängerbandes "Vom Duke begehrt". Dennoch kann der Roman auch separat gelesen werden.

 

 

eBook "Vom Marquess erobert"

Preis: 4,99 Euro

 

Vorbestellbar ab 02.12.2018

Veröffentlichungsdatum: 20.12.2018

 

In der Marketingaktion bis einschließlich 26.12.2018 erhältlich für nur 2,49 Euro!

 

 

Taschenbuch "Vom Marquess erobert"

Preis: voraussichtlich 9,95 Euro

Seitenzahl: voraussichtlich 320 Seiten

ISBN: noch nicht bekannt

Erscheinungsdatum: 30.12.2018

Inhalt:

 

England, 1845

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Nathalie Lainey zurück nach England, um Gerechtigkeit für sich und ihre Familie einzufordern. Unterstützung erhofft sie sich von ihrer Freundin Vivian Hawthorne. Doch sie ist inzwischen verheiratet mit dem Duke of Fareham, der sich alles andere als begeistert zeigt, seine Frau in Gefahr zu bringen.

Stattdessen empfiehlt der Herzog die Dienste seines Freundes Roderick Dashwood.

Aber Nathalie kennt den Marquess längst ... und dieser Mann hat noch eine offene Rechnung mit ihr zu begleichen.

 

 

Leseprobe Gillian Holden "Vom Marquess erobert"

Ärmelkanal, August 1845

Roderick Dashwood stand an Deck, die Stirn in Falten gelegt und den Blick nach Westen gewandt, von wo sich unaufhörlich eine Wolkenfront näherte. Vor einer Stunde war sein Schiff ausgelaufen, doch vor dem Sturm schien es kein Entkommen zu geben.
Er musste sich an der Reling festhalten, denn die ›Aquavit‹ wurde mit jeder Welle hinaufgehoben, um gleich darauf ins nächste Wellental hinabzuschießen, bevor sich der Rhythmus wiederholte. Abermals schüttelte er den Kopf, bevor er sich an Kapitän Harper wandte. Der rundliche Seebär stand wenige Schritte entfernt von ihm, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, als würden die Wellen ihm nichts anhaben.
»Wir hätten nicht solange warten dürfen. Bereits am Nachmittag war die Fracht verladen und das Schiff zum Auslaufen bereit!«
»Der Passagier, der sich angekündigt hatte, fehlte noch. Das Ticket wurde im Voraus gelöst. Ich wollte uns nicht den Unmut der Franzosen zuziehen.«
»Ist meine Brigg nun schon zum Charterboot für Franzmänner verkommen?«
»Wenn der Preis stimmt, Mylord, kann man über den Makel der Herkunft hinwegsehen. Bislang habt Ihr den Eindruck erweckt, guten Geschäften gegenüber nicht abgeneigt zu sein.«
Beim Gedanken an den vollen Laderaum glättete sich Dashwoods Stirn. Wenigstens einen Grund seiner Reise hatte er erfolgreich abgeschlossen. Er war bis in die Champagne gereist, um Kisten des wertvollen Schaumweins zu verkosten und schließlich zu erwerben. Er würde ihn für ein Vielfaches des Einkaufspreises in London an seine Stammkunden ausliefern können.
Doch sobald er an den zweiten, weitaus wichtigeren Auftrag, dachte, wegen dem er nach Frankreich gesegelt war, verließ ihn der Mut. Die verschollene Freundin der Duchess of Fareham zurück nach England zu bringen, hatte in seinen Ohren nach einer Lappalie geklungen. Dass er an dieser Herausforderung scheitern würde, stieß ihn bitter auf. Er hatte auf ganzer Linie versagt!
Bis weit ins Landesinnere hatte er die Spur des Mädchens verfolgt. Doch obwohl er die Dienste eines ortskundigen Privatermittlers in Anspruch genommen hatte, hatte sich ihre Spur in der Normandie verloren. Wo mochte sich das Mädchen versteckt halten?
Nathalie Lainey war für ihn ein Mysterium. Er hatte lediglich eine grobe Beschreibung von ihr. Welche Gründe sie nach Süden getrieben hatte, blieb ihm bis heute unklar. Wie er sein Versagen dem Duke und der Duchess of Fareham erklären sollte, darüber dachte er im Moment besser nicht nach. Vielleicht würde ihm diese Aufgabe ohnehin erspart bleiben, denn das würde schließlich voraussetzen, dass sie England heil erreichten. Und danach sah es im Moment ganz und gar nicht aus. Was ihn zu dem aktuellen Ärger zurückbrachte.
»Ihr hättet nicht darauf warten sollen, bis Euer Gast beliebt auszuschlafen, um seinen Hintern an Bord zu schwingen.« Nichts war Roderick mehr zuwider als jene Menschen, die es gewohnt waren, dass sich deren Umfeld ihrem Zeitplan unterordnete. »Hätten wir planmäßig abgelegt, würden wir jetzt nicht das Risiko tragen, an einer Klippe zu zerschellen.«

»Seien Sie unbesorgt, Mylord«, antwortete Harper sachkundig. »In diesen Gewässern gibt es keine Klippen, an denen die ›Aquavit‹ zu zerschellen droht. Dafür befinden wir uns zu weit entfernt vom Ufer. Hier ist die See sehr tief.«
»Harper, seid meines Dankes gewiss.« Rodericks Stimme troff vor Ironie. »Das beruhigt mich ungemein!«
»Überlasst die Sorge um das Schiff getrost mir, Mylord. Schließlich sollte ich etwas tun für das Geld, dass Ihr mir bezahlt. Ich habe bisher jedes Schiff in einen sicheren Hafen gesteuert und werde mit dieser Gewohnheit auf meine alten Tage nicht brechen.«
»Na dann, Mast- und Schotbruch! Vielleicht sollte ich derweil nach unten gehen.« Roderick wankte hinüber zum Niedergang, ohne eine Antwort des Kapitäns abzuwarten und hangelte sich, am Handlauf abstützend, hinunter in den dunklen Gang. Er war Händler, kein Seefahrer. Und wenn er schon gezwungen war, mit dem Schiff zu reisen, dann hätte er ruhige Gewässer dieser stürmischen See vorgezogen. Auch wenn die ›Aquavit‹ ihm ein gewisses Maß an Sicherheit vermittelte – immerhin war es sein Schiff und er wusste, sie wurde regelmäßig gewartet –, so fühlte es sich für ihn an, als würde sie zeitweise wie eine Nussschale von den Wellen hin- und hergeworfen werden. »Ein guter Wein, gern auch etwas Härteres, das wäre jetzt das Richtige.«
»Dashwood, Sir!«
Sich mit beiden Händen an den Seitenwänden abstützend, drehte Roderick seinen Kopf in die Richtung, aus der er gerufen worden war. »Connor, was gibt es?«
Vom allerersten Tag an hatte er der Besatzung, die für ihn segelte, verständlich gemacht, dass sie ihn an Bord nicht bei seinem Titel anreden sollten. Auf dem Schiff bevorzugte er eine zwanglose Atmosphäre. Bis auf den Kapitän hielt sich die Crew daran.
Connor Evans war der Smut an Bord. Bevor er vor fünf Jahren auf der ›Aquavit‹ angeheuert hatte, hatte er jahrelang auf weitaus größeren Schiffen den Atlantik überquert und für die Mahlzeiten der Besatzungsmitglieder gesorgt. Und Evans verstand es, zu kochen! Hätte er es nicht vorgezogen, auf einem Schiff zu arbeiten, Roderick hätte ihn weggelobt auf seinen Landsitz nach Kent. Die Speisen, die Evans täglich an Bord zubereitete, waren nahrhaft und verwöhnten den Gaumen. Außerdem war er für den Einkauf der Lebensmittel zuständig und hatte somit nicht nur Organisationstalent bewiesen, sondern auch einen geschickten Umgang mit Geld.
»Ich war gestern Abend in einer Schenke. Nicht die Billigen am Hafen, sondern eine der Nobleren im Zentrum. Dort habe ich was Edles entdeckt! Habe gleich an Sie denken müssen und es mitgebracht. Es wartet in der Kajüte auf Sie. Bin gespannt, was Sie dazu sagen, Sir.«
»Sie sollten mich nicht derart verwöhnen, Connor. Am Ende werde ich noch anhänglich.«
Beide lachten.
»Sehen Sie es mir nach, Sir. Ich habe keine Familie mehr. Und Sie sind ein guter Mann ...«
»Das weiß ich zu schätzen«, sagte Roderick, den Mann unterbrechend, bevor er zu sentimental wurde.
»... auch wenn Sie mitunter zu ernst schauen«, erwiderte Evans nun mit mahnend erhobenem Zeigefinger. »So wie jetzt, Sir. Beinahe, als würden Sie den Untergang der Welt erwarten.«
»Vielleicht erwarte ich ihn tatsächlich?«
Connor lachte. »Ach was! Die Wellen laden zum Träumen ein.«
Nun war es an Roderick, laut zu lachen.
»Ernsthaft. Auf meinen Reisen in die Karibik haben wir mächtigere Kaventsmänner überstanden. Hoch wie ein Schiffsmast!«
»Ganz bestimmt. Gute Nacht!«
»Schlafen Sie entspannt, Sir.«
»Ich werde heute Nacht gewiss kein Auge zutun.«
»Wenn selbst mein Geschenk nicht dazu beitragen kann ... ich bin noch eine Weile hier beschäftigt.«
Nun wandte sich Roderick noch einmal zu ihm um. »Ich nehme nicht an, dass es heute eine warme Mahlzeit geben wird?« Hoffnungsvoll blickte Roderick an Evans vorbei in die Kombüse. Aber weder stand ein Topf bereit, um befüllt zu werden, noch roch es so appetitlich wie sonst, wenn der Smut am Werkeln war.
»Bei dem Seegang? Bei aller Liebe, Sir. Sie wollen doch nicht, dass Ihr ganzes Schiff Feuer fängt. Aber ich könnte ein paar Sandwiches belegen.«
Nach kurzer Überlegung nickte Roderick. »Vielleicht komme ich später darauf zurück. Danke, Connor.«
Unsicheren Schrittes wankte er den Gang hinunter, öffnete die Tür zu seiner Kajüte und huschte ins Innere. Aufgrund der Schlechtwetterfront war es selbst am Tage nicht richtig hell geworden. Jetzt, am frühen Abend, erkannte man hier drinnen nur Schemen. Roderick zündete die Sturmlampe an, die von der Decke hing. Sie tauchte einen Teil des Raumes in angenehmes Licht. Dann goss er aus dem Fass in der Ecke Wasser in eine Schüssel, zog sich die Jacke aus und warf sie achtlos in Richtung Tisch. Er krempelte sich die Hemdsärmel hoch und begann, sich zu schrubben. Das Wasser war kühl, bald tropfte es aus seinem Haar, von der Nasenspitze und perlte sich entlang seiner Unterarme. Mit zielgerichtetem Griff holte er sich ein Handtuch aus dem Schrank und trocknete sich ab.
Nun blickte er sich im Raum um. Die Jacke fand zuerst einen Platz am Haken an der Wand. Schon wollte er nach den Kleidern langen, die über dem Stuhl lagen, als er stutzig wurde. Sie gehörten nicht ihm!
Mit zwei Fingern hob er das dunkle Teil an, um es von allen Seiten zu betrachten. Genauso schnell ließ er es zurück auf den Stuhl fallen, denn es entpuppte sich als Kleid.
»Was in aller Welt ...?« Stirnrunzelnd schüttelte er den Kopf. »Definitiv kein Bestandteil meiner Garderobe!«
Wem gehörte es dann? Derjenige, der sich hier entkleidet hatte, würde kaum halb nackt übers Schiff wandeln. In seiner Kajüte gab es kein geeignetes Versteck. Roderick blickte vom Schrank zur Koje. Ungläubig trat er näher und betrachtete die Frau, die dort schlief, wo sonst er lag.

Ende der Leseprobe ...

 

Wenn diese Zeilen aus Kapitel 2 des Romans euer Interesse wecken konnten, dann freut euch mit mir auf den zwanzigsten Dezember 2018.

Denn ab diesem Tag wird das eBook überall im Buchhandel erhältlich sein.

 

Das Taschenbuch erscheint voraussichtlich am 30.12.2018.

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